Biodiversität in der Stadt St. Ingbert

Biodiversität in der Stadt St. Ingbert

Beim Thema Biodiversität in St. Ingbert arbeiten alle, die von dem Thema betroffen sind, fachbereichsübergreifend eng zusammen, um unsere Stadt vorbildlich im Bereich Biodiversität zu profilieren. 

Innerhalb der Verwaltung betreffen das Stadtentwicklung und Umwelt, Umwelt und Friedhofswesen, Stadtgärtnerei, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Biosphären-VHS  und Biosphäre und Tourismus. Zudem wurden alle in St. Ingbert ansässigen Landschafts- und  Gartenbaubetriebe, Umweltverbände, Obst- und Gartenbauvereine etc. und die Bürger gebeten mit zu arbeiten.

Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Vielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Das Sterben der Wild- und Honigbienen ist ein Spiegelbild des Zustands unserer Umwelt und unserer Gesellschaft. Deshalb haben wir 2017 in St. Ingbert die Biene in den Vordergrund nachhaltigen Handelns gestellt und das Jahr zum „Jahr der Bienen 2017“ erklärt. Schritt für Schritt soll die Nahrungssituation der Wildbienen verbessert werden – in Privatgärten, auf Balkons wie auch auf öffentlichen Flächen. Deshalb wurden die Bürger der Stadt mit Vorträgen, Workshops und Pflanzaktionen zu diesem Thema informiert und sensibilisiert. Gemeinsam mit Imkern, Naturschutzverbänden, Schulen, Kitas und Unternehmen aus der Region wurden viele Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt . Mit dem „Jahr der Nachhaltigkeit 2018“ wird das Jahr der Bienen fortgeführt.

 

 

Gartenwettbewerb für bienenfreundliche Gärten in St. Ingbert 2019

Wie schon in den vergangenen Jahren wird es auch 2019 wieder einen Gartenwettbewerb für bienenfreundliche Gärten gebe. Der Wettbewerb sensibilisiert für ein Gärtnern im natürlichen Kreislauf der Natur, führt naturnahe Gärtner zusammen, motiviert sie zu weiterer Gestaltung und gibt Rückhalt durch öffentliche Unterstützung. Er bringt die Bedeutung naturnaher und damit bienenfreundlicher Gärten in die Öffentlichkeit unserer Stadt und kann zu einem Umdenken bei der Gestaltung von Gärten führen.

 

Ziel des Gartenwettbewerbs ist durch vorbildliche Beispiele in der Stadt für die Erhaltung der heimischen Pflanzen und die Erhöhung der Artenvielfalt zu werben.

Der Wettbewerb läuft vom 1.  Juni bis zum 30. September 2019.

Alle Gärten in der Gemarkung St. Ingbert, sowohl Privatgärten als auch Außenanlagen von Gewerbetreibenden können teilnehmen.

 

Anmeldungen: Stadt St. Ingbert, Am Markt 12, 66386 St. Ingbert, Mail: biosphaere@st-ingbert.de 

 

 

 

Biologische Vielfalt im Firmengelände

Nachhaltig und naturnah gestalten

Besiedelte Gebiete weisen eine überraschend hohe Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf. Das mag verwundern, handelt es sich doch um "Ersatzlebensräume" fernab der Natur. Jedoch können selbst Firmen- und Industrieareale gerade bei entsprechender Ausgestaltung wertvolle Biotope bieten, die gerne besiedelt werden und der Vernetzung größerer Lebensräume dienen. Oft ist mit einer naturnahen Gestaltung eine ästhetische Aufwertung von Freiflächen verbunden. Kunden schätzen einen attraktiv gestalteten, naturnahen Eingangsbereich als innovativen Willkommensgruß und Mitarbeiter ein idyllisches, ruhiges Plätzchen für die Mittagspause. Außerdem fördert ein attraktives Arbeitsumfeld die Kreativität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und bietet so ein Stück Lebensqualität. Durch geringen Pflegeaufwand naturnaher Flächen können häufig auch Kosten eingespart werden.

Die nachhaltige Geländegestaltung von Unternehmen in St. Ingbert kann deshalb einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Stadt leisten und einen wichtigen Baustein zum Biosphärenreservat Bliesgau liefern.

Deshalb spricht die Stadt in diesem Jahr Unternehmen an, vielfältige und naturnahe Lebensräume zu schaffen und gleichzeitig mit einem modernen Flächenmanagement  gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

 

 

Pflanzaktion an der Streuobstwiese „Auf der Spick“

Am 12. April 2018 haben ca. 60 Kinder der 4. Klassen der Albert-Weisgerber-Schule in St. Ingbert zusammen mit Eltern, Lehrern und der Schulleiterin, Frau Biermeier, auf der stadteigenen Streuobstwiese im Rohrbachtal Obstbäume gepflanzt. Die Wurzeln der jungen Bäume wurden mit Pflanzkörbchen aus verzinktem Hasendraht umgeben, um sie vor Wühlmäusen zu schützen. Die Kinder der Albert-Weisgerber-Schule hatten sie in ihrer Garten-AG gebaut.

Tatkräftige Unterstützung erhielten die Kinder von Oberbürgermeister Hans Wagner und Vertretern der Stadt St. Ingbert, Vertretern des NABU, Ortsgruppe St. Ingbert und Vertretern der Obst- und Gartenbauvereine Rohrbach und Hassel. Auch die Bevölkerung war herzlich eingeladen.

 Streuobstwiesen sind in unserem Biosphärenreservat Bliesgau landschaftsprägend , werden aber immer weniger, da sie nicht mehr gepflegt werden. bzw. vielen der Pflegeaufwand zu groß ist. Für die Stadt St. Ingbert ist die Pflege der stadteigenen Streuobstwiesen ein wichtiger Beitrag zur biologischen Vielfalt in der Stadt und damit zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Es wurden für die Pflanzaktion um alte Streuobstsorten gewählt. Der NABU St. Ingbert wird in den ersten zwei Jahren den "Erziehungsschnitt" der gepflanzten Bäume übernehmen.

 

 

Beweidungsprojekt

Das Naturschutzgebiet „Im Glashüttental/Rohrbachtal“ zwischen St. Ingbert und Rohrbach beheimatet die Lebensgemeinschaften der Feucht- und Nasswiesen, der Röhrichte, Weidengebüsche und Erlen -Bruchwälder.

19 Hektar des Naturschutzgebietes werden durch Hochlandrinder ganzjährig beweidet. Die Tiere werden der Verbuschung des Geländes entgegenwirken, die die Lebensgemeinschaft des Feuchtgrünlandes bedroht. Vogelarten wie Braunkehlchen, Wiesenpieper und Bekassine, die in den achtziger Jahren noch im Rohrbachtal gebrütet haben, sind zwischenzeitlich in den höchsten Gefährdungskategorien der „Roten Liste“ der Vogelarten Deutschlands zu finden.

Durch die Beweidung mit Hochlandrindern soll für diese Arten ein neuer Lebensraum entstehen. Die Ganzjahresbeweidung mit einer geringen Viehdichte wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Strukturen undKleinstlebensräumen im Gelände schaffen. Hiervon profitieren Vögel wie Schwarzkehlchen, Feldschwirl, Neuntöter, aber auch Libellen, Tagfalter, Froschlurche, Molche und vielleicht auch die Gelbbauchunke.

Das Rohrbachtal bietet als Naturschutzgebiet in unmittelbarer Stadtnähe für die Bürger die einzigartige Chance, diesen Prozess in ihrer Nachbarschaft mitzuerleben. 

Verwirklicht werden konnte das Beweidungsprojekt im Rohrbachtal nur durch eine bisher einzigartige Kooperation zwischen der Mittelstadt St. Ingbert, der NABU Gruppe St. Ingbert, der Naturlandstiftung Saar und dem zuständigen Landwirt. Jeder Partner hat seinen Beitrag geleistet. Allein wäre das Projekt für keinen der Kooperationspartner umsetzbar gewesen. 

Mit dem Beweidungsprojekt im Rohrbachtal leistet St. Ingbert als Biosphärenstadt einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Artenvielfalt.

Kontakt

Geschäftsbereich Wirtschaft
Abteilung Biosphäre, Fachkräfte und Tourismus

Am Markt 1266386 St. Ingbert

Telefon: 0 68 94 / 13 730


 

Ansprechpartner

Monika Conrad

Telefon: 0 68 94 / 13 736
Telefax: 0 68 94 / 13 739

 

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