Veröffentlicht am 11. Mai 2026, 13.08 Uhr

Wissenschaftsforum: „Vom Hören und vom Licht im Ohr – Wie funktioniert dieses wunderbare Sinnesorgan und wovon dürfen wir schon träumen?“

Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe bietet der MINT Campus Alte Schmelz e.V. am Dienstag, 19. Mai 2026 ab 19:30 Uhr, einen Vortrag zu dem Thema „Vom Hören und vom Licht im Ohr – Wie funktioniert dieses wunderbare Sinnesorgan und wovon dürfen wir schon träumen?“ an. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Veranstaltung findet „hybrid“ statt. Vor Ort referieren  Prof. Dr. Bernhard Schick und Prof. Dr. Gentiana I. Wenzel, Universitätsklinikum des Saarlandes, im SFTZ-Gebäude des MINT-Campus in der Alten Schmelz, Saarbrücker Str. 38e, 66386 St. Ingbert. Für die Teilnahme vor Ort wird um Anmeldung per Mail gebeten.

Foto des Gebäudes SFTZ siehe: www.Mintcampus.de/SFTZ

Online können Sie teilnehmen unter: https://t1p.de/Wissenschaftsforum

Hören, ist wichtig!!! Wie sagte E. Kant: „Nicht sehen trennt von den Dingen, aber nicht hören trennt von den Menschen.“ Es liegt somit auf der Hand, das Hörorgan unter die Lupe zu nehmen und den Blick durch diese Lupe möchten wir Ihnen gewähren.

Wie funktioniert das Hören?

Warum sollten wir etwas für unser Hören tun und was können wir konkret machen, um besser zu hören? Was bietet uns die moderne Medizin und Technik an? Neueste Studien zeigen ferner, dass wir auch aus Liebe zu unserem Gehirn auf unser Gehör achten sollten.

Haben wir die Neugierde in Ihnen erweckt? Begleiten Sie uns auch auf dem Weg des Hörens, den wir in Homburg gestalten, in die Zukunft. Das schwächer werdende Innenohr soll durch das Hören von Licht neue Kraft bekommen. Folgen Sie unserem Traum von besserem Hören durch Licht zurück in die Gemeinschaft der Menschen und Freunde. … Lassen Sie sich überraschen von den letzten Erkenntnissen der Hörforschung und Therapieentwicklungen.

Zu den Referenten:

Bernhard Schick studierte Medizin an der Universität Marburg, wo er 1993 auch seine Promotion im Bereich von Eiweißstoffen bedeutend für Bewegungsprozesse abschloss. Anschließend nahm er eine Ausbildungsstelle zum HNO-Facharzt am Klinikum in Fulda an. Ab 2000 arbeitete er in leitender Position als Oberarzt am Universitätsklinikum des Saarlandes und der Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Habilitation erreichte er im Jahre 2003 mit der Erstbeschreibung von Eiweißstoffen an Muskelstrukturen des Innenohres und Entwicklung eines neuen Hörmodells des Innenohres. Seit dem Jahre 2009 ist er Direktor der Universitäts-HNO-Klinik des Saarlandes in Homburg. Drei Jahre hat er zusätzlich die Aufgabe der Ärztlichen Direktors und des Vorstandsvorsitzenden des Universitätsklinikums übernommen.

Bernhard Schick forscht im Bereich des Hörens gegenwärtig an einer Lichtstimulation des Ohres und im Bereich der Onkologie an der Erkennung von Faktoren in der Tumorbiologie, die die Behandlung von erkrankten Menschen verbessert. Hierbei werden Virusinfektionen und genetische Veränderungen beachtet. Ein Sonderbereich stellt die Forschung im Bereich eines nur bei jungen Männern auftretenden Blutschwamms dar, der in Interaktion mit europäischen Partnern erfolgt, die Gewebe dieser seltenen Erkrankung zur Verfügung stellen.

Gentiana Wenzel studierte Medizin in Bukarest/Rumänien und in Würzburg. Da sie wissenschaftliche Fragestellungen im Hals-, Nasen-, und Ohrenbereich jedoch schon seit der Ausbildungszeit in Würzburg faszinierten, entschied sie noch während der Facharztausbildung für zwei Jahre in die Grundlagenforschung zu wechseln. Sie trat die Stelle einer Postdoktorandin im „Laboratory of Cochlear Mechanics and Hearing Loss“ im Baylor College of Medicine in Houston, Texas, an. Dort führte sie Laser-Manipulationen am Innenohr durch und befasste sich mit der Entwicklung von Gentherapien für das Innenohr.

Von 2005 bis 2011 war sie an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig, wo sie sowohl ihre Facharztausbildung abschließen als auch die Forschungsarbeiten im Bereich der Laser-Therapie des Innenohres mit dem Ziel der Entwicklung eines Laser-basierten Hörimplantates weiterführen konnte. Sie entdeckte eine völlig neue Richtung der Laser-Applikation im HNO-Bereich: die Laser-Stimulation des Mittelohres.

Ihre Arbeiten wurde mit zwei Preisen bei der SPIE Photonics West 2010 in San Francisco (USA) ausgezeichnet und ermöglichten ihr 2012 als erste Frau im Saarland einen EU-Starting Grant einzuwerben. Aktuell ist sie sowohl klinisch als auch wissenschaftlich an der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik der Universität des Saarlandes tätig, wo ihr sowohl die Habilitation als auch der Aufbau der Arbeitsgruppe „Licht und Ohr“ ermöglicht wurden.

Koordination: Prof. Dr. Horst Altgeld | Kontakt: horst.altgeld@mintcampus.de

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