Besucherrekord bei Ausstellungseröffnung

Besucherrekord bei Ausstellungseröffnung „In Memoriam“ Dieter Trost

Besucherrekord bei Ausstellungseröffnung

Neben Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer (re.) nahmen Andrea Fischer, Kuratorin der Stadt St. Ingbert, Nicole Nix-Hauck M. A., Leiterin der städtischen Galerie Neunkirchen, Traudel Trost und Ortsvorsteherin Irene Kaiser an der Ausstellungseröffnung teil (Fotos: Maria Müller-Lang).

Mehr als 100 Gäste strömten am Abend der Ausstellungseröffnung ins Rathaus. Die Stühle reichten bei weitem nicht aus, ständig mussten weitere im angrenzenden Flur aufgestellt werden. Die Sympathie und Wertschätzung, die Dieter Trost und seinen Werken entgegengebracht wurden, war im Publikum deutlich spürbar. Dieter Trost war seiner Heimatstadt St. Ingbert persönlich und künstlerisch Zeit seines Lebens verbunden. Hier wurde er 1934 geboren und hier hat er bis zu seinem Tod gelebt. Hier hat er seine Kunst, viele Logos, Plakate, Broschüren, die uns in der Stadt begegnen, tragen seine Handschrift.

In seiner Würdigung hob Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer nochmal das Lebenswerk des Künstlers hervor: „Dieter Trost war ein bekannter Künstler in seiner Heimatstadt, der stetig seinen Horizont mit neuen – teilweise ganz unterschiedlichen – Stilrichtungen erweitert hat. Die Bilder, die ich mir heute nochmal in Ruhe angeschaut habe, eröffnen einen ganz neuen Blickwinkel auf ein unglaublich breites Repertoire. Ich verneige mich vor einem großen Künstler unserer Stadt.“

Die einführenden Worte von Nicole Nix-Hauck M. A., Leiterin der städtischen Galerie Neunkirchen, hinterließen einen tiefen Einblick in das Leben und Schaffen des 2020 verstorbenen Künstlers. „Die Affinität zum Grafischen und zur Typographie, seine Neigung zu allem Skripturalen hat Dieter Trost einst zur Kunst geführt und seine Bilder zeitlebens geprägt. Von 1955 bis 1960 studierte er an der Schule für Kunst und Handwerk, der heutigen Hochschule der Bildenden Künste Saar, bei Oskar Holweck, Karl Kunz und Boris Kleint. Grafische Techniken, Typografie, Buchgestaltung und Zeichnen bildeten die Schwerpunkte seines Kunststudiums, daneben studierte er Philosophie an der Universität des Saarlandes“, wusste sie über Dieter Trost zu berichten. „Die Gedächtnisausstellung, die wir heute eröffnen, zeigt einen Querschnitt durch das vielfältige Werk, das Dieter Trost in seinem langen Künstlerleben geschaffen hat. Es sind stilistisch, technisch und auch thematisch sehr unterschiedliche Arbeiten, die uns beim Rundgang durch diese Ausstellung begegnen: Figürliche und abstrakte Werke, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik, symbolische Landschaftsbilder, groß angelegte gestische Farbkompositionen und minutiöse, kleinteilige Schriftbilder sowie surreale Szenerien und klassische Bildgattungen wie Akt oder Stillleben.“ Zum Abschluss dankte Traudel Trost, die Witwe des verstorbenen Künstlers, den Menschen, die sie zu dieser Ausstellung ermutigt haben, allen voran ihren Töchtern und ebenso Prof. Gerhard Sauder. „Es tut gut zu wissen, dass in vielen Häusern in St. Ingbert Werke von meinem lieben Mann Dieter hängen. So bleibt er seiner Heimatstadt in Erinnerung.“

Mit großem Interesse schauten sich die zahlreichen Besucher anschließend in aller Ruhe die Ausstellung in der Rathausgalerie an und blieben oft staunend vor den so vielfältigen Kunstwerken stehen. Dieter Trost war in St. Ingbert bekannt und ebenso beliebt. Ein Künstler, der auch nach seinem Tod nicht in Vergessenheit geraten wird.

Sein letztes Bild, betitelt mit „Adieu“, malte Dieter Trost im Jahr 2019, kurz nach einem Aufenthalt in Norddeutschland: Ein freundliches Landschaftsbild ohne surreale Elemente, in eher traditioneller Malweise und naturalistischer Farbgebung. Mit diesem Bild, in dem plötzlich alles so selbstverständlich erscheint, hat sich der Künstler Dieter Trost verabschiedet.

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