Veröffentlicht am 19. September 2025, 16.57 Uhr
Innenminister Reinhold Jost zeichnet Albert Zitt mit Bundesverdienstkreuz aus
Innenminister Reinhold Jost zeichnet Albert Zitt mit Bundesverdienstkreuz aus
Er erhält die Ehrung für sein unermüdliches Engagement im saarländischen Feuerwehrwesen, in der Kommunalpolitik sowie in zahlreichen Vereinen in St. Ingbert.
Minister Jost fasste die Leistungen des Geehrten in seiner Laudatio zusammen: „Albert Zitt hat über Jahrzehnte hinweg ein außerordentliches Maß an Zeit und Energie in den Dienst an der Gesellschaft investiert, einerseits als Feuerwehrmann und andererseits als Kommunalpolitiker und Mitglied zahlreicher Vereine. Im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Feuerwehr war es ihm unter anderem ein großes Anliegen, seine Kenntnisse und Fertigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln, um auf beste Weise für die Sicherheit seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger sorgen zu können. In der Kommunalpolitik hat er unentwegt und mit großem Erfolg daran gearbeitet, die Lebensqualität in seinem Heimatort zu bewahren und, wo möglich, auch zu verbessern. Durch seine Aktivitäten in mehreren Vereinen wiederum leistete er einen bedeutenden Beitrag zum Ehrenamtsland Saarland und dessen Vereinskultur.
Dies alles tat Albert Zitt ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Dafür hat er herzlichsten Dank, größten Respekt und höchste Anerkennung verdient. Als Zeichen der Würdigung seines vorbildlichen Engagements überreiche ich ihm daher mit großer Freude das Bundesverdienstkreuz – die höchste Anerkennung unseres Landes!“
Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer: „Albert Zitt hat sich über Jahrzehnte in besonderer Weise für seinen Heimatort Hassel, die Stadt St. Ingbert, den Saarpfalz-Kreis und weit darüber hinaus im Saarland verdient gemacht. Ob in der Feuerwehr, im Stadt- und Ortsrat oder durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement – er übernimmt Verantwortung. Die Verleihung des Bundesverdienstordens ist eine mehr als verdiente Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für unsere Gesellschaft.“
Albert Zitt trat am 24. Juli 1963 in die Feuerwehr des Löschbezirks Hassel ein. Im Zeitraum von 1976 bis 2008 besuchte er zahlreiche Lehrgänge in der Saarländischen Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule und stieg auf Grund seiner intensiven Ausbildung vom Feuerwehrmann (1967) bis zum Oberbrandmeister im Jahr 2003 auf. Innerhalb des Löschbezirks übernahm er zudem zahlreiche Funktionen. So war er als Geräte- und Kassenwart, als Kassenprüfer sowie als stellvertretender Löschbezirksführer tätig. Ab 2003 bekleidete er dann das Amt des Löschbezirksführers.
2005 erreichte er die Altersgrenze für aktive Feuerwehrmänner und musste daher am 18. November seinen Posten als Löschbezirksführer aufgeben. Im Anschluss wechselte er in die Altersabteilung der Feuerwehr St. Ingbert und wurde zum 1. Januar 2008 deren Präsident. Ab dem 28. Mai 2011 übernahm er diese Funktion auch beim Kreisfeuerwehrverband im Saarpfalz-Kreis. Dort kümmert er sich bis heute als Beauftragter um die Alters- und Ehrenabteilung.
Für seinen herausragenden Einsatz im Feuerwehrwesen erhielt Albert Zitt bereits mehrere Auszeichnungen: 1989 wurde ihm beispielsweise das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen Saarland und zehn Jahre später das goldene Pendant verliehen. Es folgten das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber 2013 und in Gold 2018.
Albert Zitt sorgte jedoch nicht nur als Feuerwehrmann für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, sondern trat auch in der Kommunalpolitik für deren Belange ein.
Bereits 1987 wurde er Mitglied der SPD Hassel und zog 12 Jahre später in den Ortsrat seiner Heimatgemeinde ein. Seit 2005 führt er den Vorsitz über die SPD-Ortsratsfraktion. Jeweils fünf Jahre lang (2004 bis 2009 und 2014 bis 2019) vertrat er Hassel außerdem im Stadtrat sowie diversen Ausschüssen.
Im Vereinswesen war Albert Zitt ebenfalls jahrzehntelang aktiv. So hat er zum Beispiel maßgeblich zum Erhalt und Erfolg des Hasseler Fastnachtsumzugs, des Flohmarktes und des Weihnachtsmarktes beigetragen.
Allgemeines zur Auszeichnung
Im Jahr 1951, zwei Jahre nach Verkündung des Grundgesetzes und den ersten Wahlen zum Bundestag nach Kriegsende, stiftete der damalige Bundespräsident Theodor Heuss den Bundesverdienstorden.
Mit der Stiftung des Ordens sollen politische und wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise um das Gemeinwohl gewürdigt werden. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger für ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine offizielle Auszeichnung.
Seit nun mehr als 70 Jahren haben einflussreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem direkten Umfeld politisch oder sozial wirkten, diese höchste Anerkennung unseres Landes erhalten.
Bildquelle: MIBS/A. Weber.



