Erinnerungsweg jüdischen Lebens in St. Ingbert
Neuer Rundgang ab September 2026

Ab September 2026 lädt der neue „Erinnerungsweg jüdischen Lebens in St. Ingbert“ dazu ein, die Geschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger auf besondere Weise kennenzulernen. Entwickelt wurde das Projekt von sieben Schülerinnen und Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums innerhalb der AG „Zweitzeugen“. Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit den Lebensgeschichten jüdischer Familien aus St. Ingbert und wandelten diese in kurze Hörtexte um. Über die Actionbound-App können diese an ausgewählten Stolpersteinen in der Innenstadt angehört werden. Der etwa einstündige Rundweg ist selbsterklärend aufgebaut, setzt keine Ortskenntnisse voraus und ist barrierefrei gestaltet.
Persönliche Geschichten statt abstrakter Zahlen
Im Mittelpunkt stehen die Menschen selbst: Familien wie die Beers, Kahns, Meyers oder Schmitts werden durch die Hörstationen wieder lebendig. Der Weg zeigt eindrucksvoll, wie eng jüdische und christliche Bürgerinnen und Bürger früher in St. Ingbert zusammenlebten und zusammenarbeiteten.
Eine besondere Station befindet sich in der Gustav-Clauss-Anlage. Dort erzählt „Steffi Beer“ aus ihrer Familiengeschichte. Die ruhige Grünanlage lädt gleichzeitig zum Verweilen oder zu einem kleinen Picknick ein. Grundlage vieler Inhalte sind Briefe und Dokumente, die das Jüdische Museum in München den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt hat. Dadurch konnten zahlreiche Details aus dem Leben von Fritz und Elisabeth Beer rekonstruiert werden.
Quizfragen und Angebote für Schulen
Ergänzt werden die Hörstationen durch kleine Quizfragen, die den Erinnerungsweg besonders für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren interessant machen. Gleichzeitig richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an Erwachsene.
So einfach geht’s:
QR-Code mit dem Handy scannen, die App herunterladen und loslaufen.
Weitere Informationen zum Download, der Actionbound-App und zum Ablauf selbst sind weiter unten zu finden.

"Zweitzeugen" besuchen Schulklassen
Die frisch ausgebildeten „Zweitzeugen“ bieten zudem Besuche in Schulklassen an. Mithilfe umfangreicher Materialien erzählen sie die Geschichten der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger weiter und beantworten Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Eva Bacher: eva.bacher@amg-igb.de .
Das "Erinnerungsteam"
Olivia Schulz, Albertus-Magnus-Gymnasium
Sofia Savin, Albertus-Magnus-Gymnasium
Felix Schwartz, Albertus-Magnus-Gymnasium
Tristan Müller, Albertus-Magnus-Gymnasium
Franziska Horn, Albertus-Magnus-Gymnasium
Marlene Commercon, Albertus-Magnus-Gymnasium
Anton Schmitt, Albertus-Magnus-Gymnasium
Eva Bacher, Albertus-Magnus-Gymnasium
Stephan Friedrich
Julia Roos, Stadt St. Ingbert
Das Stadtarchiv der Stadt St. Ingbert
Dieter Wirth
Weiterführende Informationen zu den Stolpersteinen
- In der Broschüre Stolpersteine für St. Ingbert – Zeichen der Erinnerung (herausgegeben von Dieter Wirth)
- Juden in St. Ingbert – Dokumentation von Christoph Nimsgern und Eva Zutter
- Lesebuch zum jüdischen Leben in St. Ingbert von Eva Bacher (geplante Erscheinung im Herbst 2027 im Conte Verlag)
- Die Stolpersteine-App Stolpersteine Guide App
