Veröffentlicht am 25. August 2026, 16.30 Uhr
Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums zu Gast im Reparatur-Café der Biosphären-VHS St. Ingbert in Oberwürzbach
Mit viel Interesse und Freude machten sich die Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums ans Reparieren (Foto: Giusi Faragone).
Im Rahmen ihrer Projektwoche waren Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums an zwei Tagen zu Gast im Reparatur-Café St. Ingbert der Biosphären-VHS St. Ingbert in Oberwürzbach. Dabei konnten die Jugendlichen nicht nur selbst anpacken und defekte Gegenstände reparieren, sondern auch jede Menge praktische Erfahrungen sammeln.
Auf ihren Besuch hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld gut vorbereitet. Am ersten Projekttag brachten sie defekte Elektrogeräte von zu Hause mit. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Reparateuren des Reparatur-Cafés wurden systematisch die Fehlerquellen gesucht und – soweit möglich – fachgerecht beseitigt.
Die Schülerinnen und Schüler waren mit großer Konzentration und viel Interesse bei der Sache. Für die ehrenamtlichen Reparateure war die Zusammenarbeit eine willkommene Abwechslung. „Normalerweise haben wir es im Reparatur-Café eher mit älteren Besucherinnen und Besuchern zu tun. Es hat uns deshalb besonders gefreut zu sehen, wie interessiert und engagiert die Jugendlichen bei der Sache waren“, so die Organisatoren des Reparatur-Cafés.
Mit Fahrrad und Nähmaschine praktisch lernen
Am zweiten Tag standen dann die Themen Fahrradreparatur und Textil auf dem Programm. Zwei Fahrräder wurden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern genau unter die Lupe genommen. Es wurden Bremsen und Schaltung eingestellt sowie der Reifendruck überprüft. Außerdem lernten die Jugendlichen, wie man einen Fahrradschlauch flickt.
Während sich eine Gruppe mit den Fahrrädern beschäftigte, ging es bei der anderen Gruppe um Nadel und Faden. Die Frauen vom Näh-Café zeigten den Kindern, wie man Löcher in Kleidungsstücken fachgerecht stopft oder einen Knopf annäht. Außerdem gaben sie ihnen eine Einführung in den Umgang mit der Nähmaschine. So konnten kleine Nähprojekte umgesetzt werden: Türstopper in Trapezform und Patchwork-Hüllen für Taschentücher.
Das Feedback aller war rundweg positiv: Reparieren macht Spaß und schenkt einem ein wunderbares Gefühl. Die Schülerinnen und Schüler erlebten live, dass sich viele defekte Dinge mit etwas Geschick, Geduld und dem richtigen Know-how in Ordnung bringen lassen. Gleichzeitig entstand ein reger Austausch zwischen den Generationen – zur Freude der Jugendlichen ebenso wie der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Die Projektwoche geht weiter
Nach zwei Tagen voll praktischer Erfahrungen und erfolgreicher Reparaturen geht die Projektwoche nun in die nächste Runde: Am dritten Projekttag wollen die Schülerinnen und Schüler in der Stadt für das Reparatur-Café werben und damit auch andere Menschen für die Idee des Reparierens begeistern. Außerdem steht ein Besuch der Offenen Jugendwerkstatt auf dem Programm.
So wurde und wird aus einer Projektwoche eine praktische Lektion in Sachen „Do it yourself“. Das handwerkliche Können der älteren Generation und die Neugier der Jugend kommen zusammen und das baut eine Brücke – plötzlich fährt das kaputte ferngesteuerte Auto wieder und die Lieblingsjeans ist nun eine kurze Hose. Der zweitägige Besuch des Reparatur-Cafés hat gezeigt, wie viel Freude das macht. Und das alles nach dem Motto: Reparieren macht Spaß und ist nachhaltig.
Das Reparatur-Café findet einmal im Monat statt und steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Reparaturen sollten vorher immer angemeldet werden. Kontakt und weitere Informationen: www.vhs-igb.de oder vhs@st-ingbert.de oder 06894/13-726.




