Sehenswertes in St. Ingbert - Alter Friedhof

Alter Friedhof

Der älteste St. Ingberter Friedhof war um die Engelbertskirche angelegt. Aus Platzgründen musste eine neue Anlage errichtet werden. Dieser neue Friedhof ist heute der "Alte Friedhof". Viele bedeutende St. Ingberter fanden dort ihre letzte Ruhestätte.

In früheren Jahrhunderten legte man Friedhöfe immer um die Kirche an. So war es auch in St. Ingbert, bis der Friedhof um die Engelbertskirche vollständig belegt war. 1819 wurde ein neuer Friedhof um die 1742 errichtete Kapelle angelegt.

Der letzte Eigentümer der Grundstücke, auf dem der „Alte Friedhof“ entstand, hieß Stief. Deshalb nennen heute noch die älteren Bürger diesen Friedhofsteil „de Stiefe Garde“.

Die Kapelle war damals nur etwa halb so groß. 1857 wurde sie erweitert, wie über der Eingangstür verewigt ist. Im Laufe der nächsten hundert Jahre hat sich der Friedhof stark ausgedehnt. Seit 1890 ragt ein
riesiges Hochkreuz empor, zu Ehren der Gefallenen aller Kriege. 1938 wurde die Leichenhalle errichtet.

Um die alte Friedhofskapelle sind einige Gräber von bedeutenden Persönlichkeiten und das Ehrenmal für die Gefallene des Krieges 1870/71 erhalten. Aufwändige Grabmäler tragen den Namen von Personen, die St. Ingberter Geschichte geschrieben haben. Hierzu zählen die Besitzer des Eisenwerkes Kraemer, Erhardt, Lamarche, Graffion, Toussaint oder die Eltern des Malers Albert Weisgerber, des bekannten Kunstmäzens und Kunstsammlers Franz Josef Kohl-Weigand und natürlich der Heimatdichter Karl Uhl.




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