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Bild: G. Faragone

02.09.2020

Sommertour des Oberbürgermeisters – 2. Station Starkregen und Erosion

Mitte August startete Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer seine Sommertour. Sie steht in diesem Jahr unter dem Thema „Wasser“. „Wasser bestimmt unser Leben und wir sind abhängig von dieser Ressource. Wasser ist aber nicht nur Lebenselixier, sondern kann bei Starkregen schwere Schäden verursachen und muss in der Stadt durch verrohrte Bäche abgeleitet werden“, so Dr. Ulli Meyer zum Start seiner Sommertour 2020.

 

2. Station: Thema „Starkregen und Erosion: Auswirkungen auf Landwirtschaft und Bevölkerung

 

Was passiert bei Starkregen in St. Ingbert und Umgebung? Wie stark sind die Bürger aber auch die Landwirte gefährdet? „Wir haben Glück in St. Ingbert. Viel Wald, gut angelegte Wege und wenig ungenutzte landwirtschaftliche Fläche an Hängen sorgen dafür, dass das Problem Starkregen in Verbindung mit mitgerissenem Sand und Schlamm nur punktuell vorhanden ist und kein flächiges, massives Problem entstehen kann“, erklärt Christian Fettig, verantwortlich für den Bereich Abwasser bei der Stadt St. Ingbert. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und der Beauftragte für Nachhaltigkeit Adam Schmitt hörten beim Vororttermin am Ortsausgang von Hassel auf den Äckern von Bauer Eberl genau zu, was dieser zum Thema Starkregen aus jahrelanger Erfahrung zu sagen hatte: „Unsere Felder führen von oberhalb von Hassel, Auf dem Ritterhof 2, tief hinunter ins Tal. Bei den heftigen Regenfällen im letzten Winter spülten die Wassermengen die Erde mit ins Tal. Beides endete als sogenannter Erdrutsch auf der Straße zwischen Hassel und dem Griesweiher“. Über gepflegte Regenüberläufe laufe das Wasser dort ab oder verteile sich, wie auch gewünscht, in den Böden der Flächen, wo sich dann wieder Grundwasser entwickeln kann.

Gemeinschaftsaufgabe für Verwaltung, Landwirtschaft und Bevölkerung

 

Auch dem Landwirt und seinem Ertrag macht Starkregen zu schaffen. Der Boden ist vollgesogen, die Traktoren können nur schwer, manchmal gar nicht vorankommen. Damit wird weniger Getreide gesät und später weniger Ernte eingefahren. Geringere Mengen an Getreide und damit größere Zwischenräume bedeute auch weniger Schutz gegen Erosion bzw. ablaufendes Wasser. Was also tun? „Grünsteifen oder Blühwiesen könnten eine Lösung sein“, so Eberl, fügt aber hinzu, dass dies als Wertminderung ökonomisch für ihn als Landwirt schwierig sei. Eine Quadratur des Kreises? „Nein, so die Mitarbeiter der Stadt einstimmig. Sie plädieren für den Dialog zwischen allen Beteiligten. Starkregen sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Verwaltung, Bevölkerung und Landwirtschaft. Alle seien gefordert, jeder könne auf seine Art helfen. „Wir arbeiten an einem Klimaschutzkonzept und am bestehenden Hochwassermanagement. Gemeinsam und im Dialog können wir Lösungen für die veränderten Klimabedingungen finden“, so OB Meyer.