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Der Beigeordnete Albrecht Hauck (links) eröffnete die Ausstellung "S(ch)auwetter" im Beisein von Christel Strobel (3.v.r.), Andrea Fischer (2.v.r.), Abteilungsleiterin Städt. Kunstbesitz, und Ortsvorsteherin Irene Kaiser (rechts) in der Rathausgalerie (Foto: Martina Panzer).

08.11.2022

Fotoausstellung „S(chau)wetter“ – eine Liebeserklärung an schlechtes Wetter

Kinder nennen es „Gummistiefelwetter“ und springen in Pfützen. Viele Erwachsene nennen es „schlechtes“ Wetter, verkriechen sich drinnen und verpassen Wolkenbilder, Regenprasseln, Dunst und Schwaden. Schlechtes Wetter nervt? Nicht die Fotografen der Gruppe „Blende 11“, die genau dann ihre Kameras auspacken, um das Grau strahlen zu lassen, dem Nebel ein Gesicht zu geben und den Regen eine Geschichte erzählen zu lassen.

Die Künstlergruppe „Blende 11“ wurde 2011 von Joachim Schmitt, Rainer Müller, Theresia Müller, Steffen Jung, Klaus Wessela, Thomas Lief, Anna Kohl, Carsten Schröder, Dr. Gerhard Grimm und Andreas Knapp gegründet. Die erfahrenen Amateurfotografen richten ihren Fokus auf eine effektvolle Bildsprache. In regelmäßigen Diskussionen und kreativem Austausch leben sie ihre Begeisterung für das Hobby. Das Ergebnis: Kunstvolles Bildmaterial, mit dem sowohl der Club als auch einzelne Mitglieder bereits mehrfach auf Annahme- und Siegerlisten renommierter nationaler und internationaler Wettbewerbe standen. „In der Pandemie fühlten wir uns wie fast alle Menschen ausgebremst“, erzählt der Clubvorsitzende Joachim Schmitt. Daher haben sich die Künstler entschlossen, das Wetter zum gemeinsamen Thema zu machen. Denn „jeder kennt es und man kann mit jedem drüber reden“, fährt Schmitt fort. Doch in diesen Werken geht es nicht um das klassische Urlaubsbild am Strand unter gleißender Sonne, sondern um richtig schlechtes Wetter, bei dem man „kenn Hund enausjäät“, lacht der Fotograf. So sind Kunstwerke entstanden, „mit denen man sich auseinandersetzen muss, weil sie die Faszination des schaurigen Wetters darstellen“, hebt Laudator Werner Althaus in seiner Laudatio zur Eröffnung der Schau hervor.

Vom 04. November 2022 bis 16. Dezember 2022 sind 40 Fotografien von 10 Künstlern in der Rathausgalerie St. Ingbert zu bewundern. Sie laden ein, sich mit dem Herbst, dem Winter und ihren Wetterkapriolen zu beschäftigen und sich darauf einzulassen. Manches Foto ist ein mystisches Stillleben, in dem die Natur ihre eigene Sprache spricht. Andere stellen den Menschen in den Mittelpunkt, wie er sich mit dem schaurigen Wetter arrangiert, seinen Platz darin findet. Deshalb eröffnet Albrecht Hauck, Beigeordneter für Kultur, die Schau in Vertretung des Oberbürgermeisters Dr. Ulli Meyer die Schau mit den Worten: „Ich freue mich, dass Sie auch bei so schlechtem Wetter gekommen sind.“

Auch Oberbürgermeister Dr. Ulli freut sich über die wechselnden Ausstellungen im 1. Stock des Rathauses: "Die Kunstwerke in der Rathausgalerie sind nicht nur eine Bereicherung für interessierte Besucherinnen und Besucher, sondern auch für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die ganz unterschiedlichen Ausstellungen bringen das ganze Jahr über Farbe und Gemütlichkeit in die Flure des Rathauses."

Fotoausstellung S(chau)wetter
04. November 2022 bis 16. Dezember 2022
Rathausgalerie St. Ingbert (1. Etage)
Am Markt 1, 66386 St. Ingbert

Öffnungszeiten:
Montag – Mittwoch: 8 – 16 Uhr, Donnerstag: 8 – 18 Uhr, Freitag: 8 – 12 Uhr