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St. Ingberter ernähren sich gesund

Wissen, was man isst

In einer Biosphäre isst man anders. Und man lebt bewusster und gesünder als sonstwo. Das hat damit zu tun, dass hier Erzeuger und Verbraucher sich auf Augenhöhe begegnen. Die Landwirte kennen ihre Kunden aus dem Hofladen oder vom Marktstand. Die Verbraucher können zusehen, wie das Vieh gefüttert wird, wie die Felder bestellt werden. Das klingt sehr ländlich, es funktioniert aber auch im urbanen Umfeld St. Ingberts. Wir nennen das Stadt-Land-Beziehung. 

Weil wir St. Ingberter den Bliesgau lieben, wollten wir von Anfang an Teil der Biosphäre Bliesgau sein. Schon deshalb, weil die Landwirte, die im Bliesgau ihre Höfe betreiben, samstags hier auf dem Wochenmarkt frisches Obst, Gemüse und Fleisch verkaufen. Dann gibt es eine Reihe von Menschen aus dem Bliesgau, die in St. Ingbert arbeiten und die ihre Kinder hier in die Schule schicken. Kurzum, wir St. Ingberter haben eine sehr enge, sehr wache Beziehung zum Bliesgau. 

Die Biosphäre hat diese Beziehung noch verstärkt, indem sie die Qualität und die Nachvollziehbarkeit von hier erzeugten Produkten erheblich verbessert hat. In der Biosphäre reden wir miteinander, wir kennen uns, wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Typisch saarländisch eben.

Biosphärenmärkte

Die Biosphärenmärkte im Kuppelsaal des Rathauses in St. Ingbert präsentieren zweimal jährlich (März und Oktober) das Angebot von regionalen Produkten aus dem Biosphärenreservat Bliesgau. Auch faire Produkte gehören zum Angebot in der Fairtrade Town St. Ingbert. Frische Erzeugnisse aus der Region bedeuten auch ein Stück Lebensqualität und entlasten die Umwelt durch die Vermeidung langer Transportwege, was auch bedeutet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.

Das Motto der Märkte: „Kennenlernen, Probieren, Genießen und Kaufen“. 

 

 

Der St. Ingberter Rathausgarten

Erstmals wurde der Garten rund ums Rathaus im Jahr 2016 angelegt. "Kein langweiliger Rasen, sondern Biodiversität – das muss das Motto einer Biosphärenstadt sein", so Oberbürgermeister Hans Wagner.

 

St. Ingbert ist weltweit die einzige industriell geprägte Stadt, die Teil eines Biosphärenreservates ist. Dies resultiert aus der historisch gewachsenen Stadt-Land-Beziehung zwischen St. Ingbert und dem Bliesgau. Menschen aus dem Bliesgau, die meist als Kleinbauern oder Landwirte im Nebenerwerb auf weiteres Einkommen angewiesen sind, finden in St. Ingbert Arbeitsplätze, gleichzeitig aber auch einen Markt für ihre Produkte. Dies ist seit Jahrhunderten so, und auch heute ist diese Stadt-Land-Verknüpfung auf dem St. Ingberter Wochenmarkt festzustellen.

 

Im März 2017 nahm die Stadt St. Ingbert mit dem Rathausgarten am proWin-Charity Wettbewerb teil. Das Projekt wurde als besonders vorzeigbares ökologisches Projekt mit 10 000 Euro unterstützt.

 

Der Rathausgarten ist ein zentraler öffentlicher Punkt in der Stadt. Hier soll an exponierter Stelle das Gespür für regionale und saisonale Produkte gefördert werden. Der Rathausgarten ist ein klassischer Bauerngarten. Er wurde angelegt in Zusammenarbeit mit den örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen. Überdies bietet er Lebensräume für vielfältige Insekten, Würmer, Ameisen etc..

 

Kinder sind ganz besonders eingeladen, hier zu erkunden, wie Natur funktioniert. Der Rathausgarten vermittelt Erlebnisse aus Flora und Fauna, er demonstriert, dass Gärtnern nicht nur Spaß macht. Erfolge stellen sich ein. Die Pflanzen entwickeln sich, sie blühen, sie werden von Insekten besucht, sie entwickeln Früchte, die überdies gut schmecken.

 

"Der Rathausgarten ist ein Stück gelebter Nachhaltigkeit. Ich freue mich, dass viele St. Ingberter, Erwachsene wie Kinder, diesen Bauerngarten immer wieder besuchen und damit ein Stück Natur mitten in der Stadt erleben", so Oberbürgermeister Hans Wagner

 

 

Biosphären-Bürgergarten

Nachhaltige Stadtentwicklung beschränkt sich aus Sicht der Biosphären-VHS nicht auf die öffentlichen Grünflächen, sondern soll sich in dem Bewusstsein der Bürger und damit in den Privatgärten widerspiegeln. Durch den Biosphären-Garten sollen Anregungen gegeben und Beispiele aufgezeigt werden, wie eine nachhaltige Stadtentwicklung aussehen könnte.

Die Themen Biosphärenreservat und nachhaltige Stadtentwicklung sind abstrakt und dadurch - im wahrsten Sinne des Wortes - teilweise schwer greifbar. Dies bedeutet in der Praxis, dass sich jeder ein eigenes Bild macht und nur selten ein Patentrezept zur Verfügung steht. Um die Themen mit Leben zu füllen und um diese möglichst praxisnah und konkret vermitteln zu können, sind besondere Lernorte erforderlich. Wichtig ist es dabei, möglichst nah an der Lebensrealität des Einzelnen zu sein. Ein solcher Lernort soll es also ermöglichen, leicht umsetzbare Lösungen aufzuzeigen und neue Ideen erproben zu können.

Der Biosphären-Bürgergarten ist ein Lern- und Experimentierfeld für St. Ingberter Bürger. Dabei werden für möglichst alle Bevölkerungsgruppen Angebote vorgehalten.

 

Der Biosphären-Bürgergarten bietet die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Wegen dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern:

  • Spielerisch (Kinder und Jugendliche)
  • Experimentell
  • Handwerklich/Praktisch (Baumhausbau, Wegebau, Trockenmauern, …)
  • Kulturell (Kreativangebote)
  • Interkulturell
  • Theoretisch (Vorträge)

 

Themenspektrum

Ziel ist es, über naturnahe Gartengestaltung zu informieren und die Bürger der Stadt zur Nachahmung anzuregen. Die Bürger erhalten in diesem „Schaugarten“ Informationen über naturnahe Gartengestaltung und ökologische Anbaumethoden.

 

 

 

Der St. Ingberter Wochenmarkt

Der schönste im ganzen Land

Mittwochs und Samstags von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr


Im Zentrum St. Ingberts auf dem Marktplatz, umgeben von Rathaus, Stadthalle, Landesverwaltungsamt und nahe dem Rendezvous-Platz.

 

Parken:
Kostenlos in unmittelbarer Nähe hinter dem Rathaus, vor der Feuerwehr, hinter Ingobertus- und Stadthalle oder in der Tiefgarage.

Warenangebot:
Obst, Gemüse und Kräuter, Frischwaren aller Art, Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau, regionale Erzeugnisse aus der Biosphäre Bliesgau, mediterrane Spezialitäten, Gewürze, Garten- und Schnittblumen.

Historie:

Nach der Überlieferung wird seit 1742 in St. Ingbert Markt gehalten. 1790 verlieh die Gräfin Marianne von der Leyen St. Ingbert offiziell das Marktrecht. Damals wurden die Stände noch in der Kaiserstraße aufgebaut. 1912 wurde der Wochenmarkt auf den jetzigen Marktplatz verlegt, weil die Benutzung der Kaiserstraße, damals schon eine wichtige Staatsstraße, nicht mehr gestattet war. Zu allen Zeiten hat der St. Ingberter Markt regen Zuspruch in St. Ingbert und den umliegenden Städten und Gemeinden  gefunden.

 

 

Kontakt

Geschäftsbereich Wirtschaft
Abteilung Biosphäre, Fachkräfte und Tourismus

Am Markt 1266386 St. Ingbert

Telefon: 0 68 94 / 13 730


 

Ansprechpartner

Iris Stodden

Telefon: 0 68 94 / 13 730
Telefax: 0 68 94 / 13 739

 

Ansprechpartner Biosphären-Bürgergarten

Frank Ehrmantraut

Telefon: 0 68 94 / 13 726

 

Der Biosphaerenmarkt

Zweimal jährlich beste Qualität

Biosphaerenmarkt