Das Jahr der Bienen 2017

Natürlich in St. Ingbert

Das Jahr der Bienen 2017

Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Vielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Als Biosphärenstadt setzt sich St. Ingbert umso mehr für die biologische Vielfalt ein und ruft seit Beginn 2017 das Jahr der Bienen in der Mittelstadt aus. Verbunden mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen mit und für die Bevölkerung.

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der Natur beiträgt. Die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt ihrer Lebensräume ist die Grundlage einer langfristig gesicherten Existenz des menschlichen Lebens auf der Erde.

Die Bestäuber haben eine entscheidende Funktion im Ökosystem, denn 80 % der einheimischen Blütenpflanzen sind auf die Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Sie tragen also erheblich zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. So ist das Zusammenspiel von Wild- und Honigbienen, bei Blumen, Sträuchern und Bäumen für eine qualitative und quantitative Bestäubung wichtig. Nur wenn Pflanzen bestäubt werden, gibt es genug Samen und Beeren, von denen sich Vögel und andere Tiere ernähren können. Viele Blüten bestäubende Insekten sind hochgradig spezialisiert auf einzelne Pflanzenarten oder Artengruppen. Die Lebensbedingungen dieser Insekten haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert.

 

Die Bienen als Botschafter für die Biologische Vielfalt

Die Honigbiene ist durch die enge Bindung an den Menschen unser bester Anzeiger für den Zustand der Blütenbestäuber. Die Verknappung der Nahrungsgrundlage der Bienen, also der Rückgang von Nektar und Pollen spendenden Pflanzen, ist eine der entscheidenden Ursachen. Zudem nehmen bei der Honigbiene die Probleme mit Krankheiten und Parasiten zu. Die Situation bei den wild lebenden Blütenbestäubern sieht noch dramatischer aus, wobei hier neben dem mangelnden Nahrungsangebot auch das Verschwinden von Nistmöglichkeiten für den Rückgang der Arten verantwortlich gemacht wird.

 

Was tun wir in St. Ingbert?

St. Ingbert stellt die biologische Vielfalt in den Vordergrund des nachhaltigen Handelns und erklärt das Jahr 2017 zum Jahr der Bienen. Mit vielen Aktionen und Informationen für die Bevölkerung soll die Biene zur Botschafterin der biologischen Vielfalt in St. Ingbert werden. 

 

Die Bevölkerung und die Stadtverwaltung St. Ingbert beteiligen sich aktiv am Erhalt der biologischen Vielfalt in und um St. Ingbert:

Pestizidfreie Stadt

Seit 2015 verzichtet die Stadtverwaltung St. Ingbert auf die Nutzung schädlicher Pestizide bei der Pflege bestehender Grünflächen. Im Jahr 2017 strebt St. Ingbert die Auszeichnung `Pestizidfreie Kommune‘ des BUND an.

 

Städtische Blühflächen ausbauen

In der Mittelstadt St. Ingbert und den umliegenden Ortsteilen pflegt die Stadtverwaltung auf rund 6050 qm² ökologisch gestaltete Grünflächen. In der Vergangenheit intensiv gepflegte Flächen (Rasenflächen mit häufigen Mäharbeiten) werden im Frühjahr in ansprechende, ökologisch wertvolle und extensiv gepflegte Flächen umgestaltet. So werden zum Beispiel viele Rasenflächen in Blumenwiesen umgewandelt, was die Mähhäufigkeit reduzieren und den Bestäubern Lebensraum und Nektarvorrat bieten wird.

 

Blühfläche in der Gustav-Clauss-Anlage

Im Mai 2017 wird in der Gustav-Clauss-Anlage gemeinsam mit interessierten Bürgern eine erste Blühfläche eingeweiht und der NABU St. Ingbert stellt ein Insektenhotel auf.

 

 

Aktionen und Veranstaltungen im Jahr 2017

Gemeinsam mit auch lokalen Imkern, Naturschutzverbänden, Schulen und Unternehmen aus der Region werden weitere Veranstaltungen und Aktionen über das Jahr 2017 durchgeführt. Beispiele hierfür nennt Monika Conrad von der Stadt St. Ingbert, die das Projekt leitet: „Wir hoffen, das Bewusstsein für die Notlage der Blüten besuchenden Insekten in der Öffentlichkeit zu wecken und den Bürgern von  St. Ingbert durch Informationen, Maßnahmenvorschläge und Begleitung unterschiedlicher Aktionen dieses Thema nahe zu bringen. Auch wir haben in der Vorbereitung des Jahres erfahren, dass es häufig nur sehr wenig Aufwand benötigt, im Sinne der Bienen und der Natur nachhaltig zu agieren“.

Ein Kurs für angehende Imker, Vorträge, Blütenmischungen, Anlage von Blühwiesen innerhalb der Stadt, Informationen zu bienenfreundlichem Haus- und Gartenbau, Wildbienen- und Insektenhotels und vieles mehr ist derzeit in Planung. Eingebunden sollen alle werden: die Bevölkerung, aber auch Unternehmen, Vereine und Bildungsstätten. „Wir suchen beispielsweise Unternehmen, die ihre Grünflächen bienenfreundlich bepflanzen möchten“. Allgemeiner formuliert Wirtschaftsförderer Thomas Debrand die Rolle der Stadtverwaltung: „Alle, die in dieser Richtung aktiv mitmachen möchten, können sich bei uns melden. Genauso wie all diejenigen, die etwas dazu beisteuern können, sei es Know How oder Material oder einfach nur gute Ideen. Wir als Stadt sehen uns als Koordinator und Netzwerkbetreiber, um die unterschiedlichsten Aktionen zwischen unterschiedlichen Akteuren zu vermitteln und in die Wege zu leiten“.

 

Gesucht: Sponsoren und Unterstützer

Gesucht werden auch Sponsoren und Unterstützer. Bisher half das Kino Regina der Stadt bereits mit dem kostenlosen Einspielen eines Kurzfilms in der Kinowerbephase bis Ende Januar. Dabei wurde das Jahr der Bienen vorgestellt sowie die Suche nach der Bienenkönigin. Der Film wurde gesponsert von „die filmmanufaktur“. Ein Dankeschön den beiden Unternehmen seitens der Stadtverwaltung. „Gemeinsam möchten wir mit allen ein tolles Projekt auf die Beine stellen, das Strahlkraft nach außen hat und unsere Stadt als Vorreiterstadt beim Thema „Biologische Vielfalt in Städten“ zeigt.

Biosphäre

Monika Conrad

Telefon: 0 68 94 / 13 736
Telefax: 0 68 94 / 13 739

 

Die Sponsoren

Wagner & Günther

Melfor

die filmmanufaktur

Mademoiselle

Optik Strassner

Copy-Werk

Bickar & Wagner

Style Coach Pippa & Jean




Ausdrucken