Das Biosphärenlogo.Ein Punkt, Der äußere schmale Rand ist blau, In der Mitte rot und ganz in der Mitte ein gelber Punkt.
Biosphärenlogo.
Der Ausblick ins Mandelbachtal vom Haus Lochfeld.
Der Ausblick ins Mandelbachtal vom Haus Lochfeld.
Mechanische Werkstatt, Alte Schmelz.
Mechanische Werkstatt, Alte Schmelz.
Baumwollspinnerei.
Baumwollspinnerei.
Biosmasseheizwerk im Modellgewerbegebiet DNA.
Biosmasseheizwerk im Modellgewerbegebiet DNA.
Ingobussystem Sankt Ingbert.
Ingobussystem Sankt Ingbert.

Biosphärenreservat Bliesgau

Das Biosphärenreservat Bliesgau liegt an der Grenze zu Frankreich und Rheinland-Pfalz, im Südosten des Saarlandes. Den Besucher empfängt eine sanft hügelige Landschaft, die im Norden geprägt ist von wertvollen naturnahen Buchenwäldern im oberen Buntsandstein. Im Süden erwartet den Besucher eine offene Landschaft auf Muschelkalk mit ausgedehnten Streuobstwiesen, artenreichem Trockenrasen und einer eindrucksvollen Auenlandschaft, geschaffen von der Blies.

Der nördliche Teil des Bliesgau liegt am Rande des Verdichtungsraumes Saar. Hier liegt auch die Stadt Sankt Ingbert, die mit ihrer gesamten Fläche zum Biosphärenreservat Bliesgau gehört. Im Vergleich zu anderen deutschen Biosphärenreservaten ist der Bliesgau die weltweit erste urban-industriell geprägte Modellregion mit einer über dem Bundesdurchschnitt liegenden Bevölkerungsdichte. Mit der Stadt-Land-Verknüpfung besitzt sie ein bemerkenswertes Alleinstellungsmerkmal, das mit all seinen Facetten, Einflüssen und Veränderungen ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Forschung ist. 

Sankt Ingbert hat sich einer nachhaltigen Stadtentwicklung verschrieben,  einige Industriedenkmäler durch Umnutzung bewahrt und viele weitere Projekte auf den Weg gebracht: Zum Beispiel 

  • die Erhaltung von Teilen des historischen Eisenwerkes Alte Schmelz durch die Sanierung der Mechanischen Werkstatt und deren Nutzung als Konzert- und Veranstaltungshalle (2005)
  • die Sanierung der Arbeitersiedlung Alte Schmelz (Dt. Denkmalschutzpreis 2004)
  • die Erhaltung des Gebäudes der ehemaligen Baumwollspinnerei und deren künftigen Umnutzung zum Kultur- und Bildungszentrum der Stadt Sankt Ingbert
  • die Schaffung des INGO-Bussystems (2003) als gut frequentiertes Stadtbussystem
  • die nachhaltige Entwicklung des Drahtwerk-Nord-Areals DNA zu einem Modellgewerbegebiet mit Energiekonzept (Biomasseheizwerk)    

Die besondere Rolle Sankt Ingberts im Biosphärenreservat Bliesgau wird inzwischen allgemein anerkannt und trägt mit dem Alleinstellungsmerkmal sogar wesentlich zu der am 26. März 2009 erteilten Anerkennung durch die UNESCO bei. Damit erhielt das Saarland nach dem UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte die zweite weltweite Anerkennung.

Leitet Herunterladen der Datei einKarte der Außengrenzen des Biosphärenreservates Bliesgau

Leitet Herunterladen der Datei einKarte der Zonierung des Biosphärenreservates Bliesgau

Ansprechpartner:  

Thomas Schöben                                   Monika Conrad
Tel. 06894/13-737                                  Tel. 06894/13-582
email: tschoeben@st-ingbert.de              email: mconrad@st-ingbert.de

Öffnet internen Link im aktuellen FensterZu den Aufgaben der Stabsstelle Biosphäre

Weitere Informationen beim Biosphärenzweckverband unter www.biosphaere-bliegau.eu

 

 

Ländliche Impressionen aus dem Bliesgau.
Ländliche Impressionen aus dem Bliesgau.

Biosphärenreservate

Was sind Biosphärenreservate und welche Aufgaben haben sie? 

Biosphärenreservate sind Modellregionen, die das Ziel haben, eine auf das Miteinander von Mensch und Natur ausgerichtete nachhaltige Erhaltung und Entwicklung dieser Region mit ihren landschaftlichen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Werten und Funktionen zu unterstützen. 

Wie sind Biosphärenreservate strukturiert und was macht sie für Besucher interessant? 

Die internationalen Leitlinien für Biosphärenreservate geben – entsprechend der Intensität ihrer Nutzung – eine Einteilung in Zonen vor, in denen sich die Hauptaufgaben widerspiegeln. In der Kernzone, die in Deutschland mindestens drei Prozent der Fläche beträgt, soll die natürliche Entwicklung von Gebieten ohne unmittelbaren menschlichen Einfluss ermöglicht werden.

Die Pflegezone nimmt mindestens 10 Prozent der Fläche ein und dient dem Erhalt der Kulturlandschaften. Auch hier haben Naturschutzbelange Vorrang. In der Entwicklungszone, in der sich Siedlungen und wie im Biosphärenreservat Bliesgau einmalig auch eine Stadt befinden, gilt eine nachhaltige Entwicklung aller Nutzungen als das anzustrebende Ziel.