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Thomas Schreckenberger
Samstag, 5. September 2009, 19.30 Uhr
„(K)eine Zeit für Helden“
Thomas Schreckenberger zieht Zwischenbilanz: Wenn man ein Alter erreicht hat, in dem man sich nicht mehr richtig jung, aber noch nicht richtig alt fühlt - zumindest nicht jeden Tag - kommt so langsam die Überzeugung: Früher war doch alles besser. Die Renten waren sicher, religiösen Fanatismus kannte man nur von der CSU und Leute, die im August mit Skistöcken durch den Wald liefen, kamen in die Psychiatrie.
Heute ist das Leben deutlich komplizierter und wirft Fragen von existenzieller Wucht auf. Länger arbeiten, oder früher sterben? RTL 2 oder Hartz IV? Merkel oder Münte? Was also tun? Alles hinschmeißen? Einfach aussteigen? Auf eine einsame Insel, weit weg von den kranken Auswüchsen unserer Zivilisation? Aber was, wenn es dort kein DSL gibt? Oder soll man sich in Deutschland für eine bessere Zukunft einsetzen? Guido Westerwelle entführen und für einen guten Zweck Lösegeld erpressen? Was, wenn ihn keiner zurück will?
Thomas Schreckenberger verheimlicht uns nichts über gestern, heute und morgen, über Politik, Gesellschaft und das Leben und wenn er in die Rolle unserer Politiker und Politikerinnen schlüpft, ist es dank seiner gekonnten Stimmenimitation, als stünden Kaiser Franz, Angie, Edmund und wie sie alle heißen - höchstpersönlich auf der Bühne.
Jens Heinrich Claassen
Samstag, 5. September 2009, 20.30 Uhr
„Lass uns Freunde bleiben“
Als seine Eltern beschlossen, dass er ab jetzt Klavier spielen solle, war sein weiterer Lebensweg vorprogrammiert. Er hätte Gitarre lernen, in Rockbands spielen, Drogen nehmen und jede Menge Frauen kennen lernen können. Hätte.
Stattdessen: Klaviernachmittage in der St. Antonius-Gemeinde. Vorrunden bei Jugend musiziert und Vanille-Milchshake als härteste Droge.
Jens Heinrich Claassen ist Klavierspieler. Und allein. Da können die Leute noch so oft singen „Wer Klavier spielt hat Glück mit den Frauen“. Stimmt einfach nicht. Und wenn Jens Heinrich schon keine Frau abbekommt, dann soll wenigstens die ganze Welt von seinem Leid erfahren. Alle sollen hören, wie es ist, als Single bei befreundeten Pärchen eingeladen zu werden. Wie es sich anfühlt, seinem Therapeuten nicht die Wahrheit sagen zu können, ganz einfach, weil die Wahrheit selbst für einen Experten zu hart wäre. Und dass nicht alles traurig ist, denn Jens Heinrich ist eigentlich ganz gut drauf und kann dem Single-Dasein durchaus interessante Aspekte abgewinnen. Nur diesen einen Satz, den kann und will er nicht mehr hören: „Lass uns Freunde bleiben“.
Den Wunsch kann man dem Düsseldorfer auch in St. Ingbert erfüllen.
Creme Double
Samstag, 5. September 2009, 21.30 Uhr
„Striptease AG“
Nachdem Irmgard und Marie-Luise überaus erfolgreich mit der „Tupperparty“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz getourt sind, wollen sie in ihrem neuen Programm auch Leute wie „Du und ich“ an dem Erfolg teilhaben lassen. Deshalb haben sie die „Striptease-AG“ gegründet, ein außergewöhnliches Erfolgsberatungsunternehmen nach dem Motto: „Du kannst alles erreichen, du musst aber auch bereit sein, alles dafür zu tun.“
Denn wer kann mit gutem Gewissen sagen, dass er wirklich alles gegeben hat, um etwas zu erreichen? Um z. B. die Aufmerksamkeit der Angebeteten zu erlangen, um einen interessanten Menschen kennenzulernen, sich im Beruf gegen Kollegen durchzusetzen oder ins Fernsehen zu kommen? Die charakter- und durchsetzungsstarke Marie-Luise, die sensible und zeitweilig sentimentale Irmgard lassen zusammen mit ihrem neuen Dauerpraktikanten Hanulf die Menschen am Geruch des Erfolgs schnuppern!
In ihrer vertanzten Powerpoint-Präsentation aus Kabarett, Live-Musik und Seelenstriptease verraten sie dem erfolglosen Zuschauer, wie man alles geben kann, ohne zu viel loszuwerden und wie man sich kunstvoll auszieht, ohne nachher nackt dazustehen. Dabei darf es ruhig ein wenig mehr sein: „Wollen Sie sich jemandem annähern,“ empfiehlt das Trio, „laden Sie ihn nicht profan zu einem Getränk ein, sondern fluten Sie die Straße, in der der Mann oder die Frau Ihrer Träume wohnt und gleiten Sie bei Sonneuntergang mit einer venezianischen Gondel vorbei.“
Glaub an dich! Auch du kannst es schaffen.



